Voraussetzung und Grundlagen

Grundlagen der Baufinanzierung

Irgendwann im Leben kommt jeder einmal an den Punkt, wo er über den Bau beziehungsweise Kauf einer Immobilie nachdenkt – sei es eine Eigentumswohnung oder auch ein eigenes Haus. In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich diesbezüglich in Deutschland sehr viel getan. Während die eigene Immobilie in den fünfziger und sechziger Jahren für die meisten Menschen ein weit entfernter Traum blieb, setzte in den darauf folgenden Jahrzehnten ein wahrer Bauboom ein. Schaut man sich heute einmal an, wie überall im Land Neubaugebiete die Dörfer und Städte vergrößern, erkennt man leicht, dass der Kauf oder Bau einer eigenen Immobilie heute kein Traum mehr bleiben muss.

Hausbau - Voraussetzung und Grundlagen der Baufinanzierung

Dem Aufwind in der Immobilienbranche mussten auch die Möglichkeiten zur Finanzierung einer Immobilie angepasst

werden. Konkret bedeutet das: die verschiedenen Wege und Möglichkeiten, eine Immobilie so günstig wie möglich und dabei flexibel an die persönlichen Bedürfnisse angepasst zu finanzieren, sind in den letzten Jahren immer weiter gewachsen. Wer kann schon seine Immobilie so einfach in bar bezahlen? Aus diesem Grund werden heute nahezu alle Immobilien

finanziert, beispielsweise von Banken, Bausparkassen Versicherungen und anderen Kreditgebern. Die typische Baufinanzierung besteht dabei aus einem durch den Darlehensnehmer zur Verfügung gestellten Eigenkapitalanteil (in der Regel mindestens 20 Prozent) sowie der restlichen Summe, welche durch den Darlehensgeber finanziert werden muss.

 

Finanzierungsmodelle für eine Baufinanzierung

Die Diversifizierung der verschiedenen Wege zur Finanzierung einer Immobilie macht es möglich, dass heute nahezu jeder für seine persönlichen Ansprüche und die damit verbundenen finanziellen Verhältnisse das richtige Finanzierungsmodell findet. Selbst Baufinanzierungen völlig ohne Eigenkapital sind heute unter Umständen möglich, zumindest dann, wenn der Darlehensnehmer entsprechende Sicherheiten in Form eines festen Arbeitsverhältnisses, einer Kapitallebensversicherung oder ähnliches nachweisen kann. Ob eine solche hundertprozentige Finanzierung dagegen sinnvoll ist und die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind, steht auf einem ganz anderen Blatt.

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Gefahren bei der Baufinanzierung

Aus dem oben genannten Beispiel lässt sich leicht erkennen, wo die Gefahrenpunkte bei den heutigen Möglichkeiten zur Baufinanzierung liegen. Vielen Darlehensnehmern wird es schlichtweg zu einfach gemacht, so dass sie sich einerseits nicht ausreichend mit den nötigen Grundlagen und Voraussetzungen zur Baufinanzierung beschäftigen und andererseits oft Finanzierungsmodelle wählen, die völlig an ihren Möglichkeiten und Mitteln vorbeigehen. Insbesondere in Zeiten mit instabiler Wirtschaftslage kann es von heute auf morgen passieren, dass der Darlehensnehmer seine Arbeitsstelle verliert und daraufhin die Raten für die Finanzierung der Immobilie nicht weiter bedienen kann. Sind in diesem Fall keine entsprechenden Versicherungen abgeschlossen, die diese Last weiterhin übernehmen, sieht es düster aus. Die Zahl der Immobilien, welche jedes Jahr in Deutschland zwangsversteigert werden, zeigen, dass sich viele Darlehensnehmer finanziell übernehmen. Voraussetzung einer gesunden Baufinanzierung ist die umfangreiche Planung!

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Fazit: Man erkennt, dass es ungeheuer wichtig ist, sich umfassend über die Chancen, aber auch über die Risiken der Baufinanzierung zu informieren. Wer dermaßen gut gerüstet die Sache in Angriff nimmt, kann davon ausgehen, dass er seine Immobilie erfolgreich finanzieren kann und sie irgendwann zu 100 Prozent ihm allein gehört.

 

Die Art der Baufinanzierung

Doch nicht nur die persönliche finanzielle Lage entscheidet über die Art der Baufinanzierung, sondern auch der Verwendungszweck der Immobilie. Nicht jeder erwirbt eine Immobilie, um anschließend selbst in dieser zu wohnen. In der Wirtschafts-Fachsprache unterscheidet man dabei zwischen der Eigennutzerfinanzierung und der Kapitalanlegerfinanzierung. Die Eigennutzerfinanzierung kommt immer dann zum Einsatz, wenn der Darlehensnehmer die Immobilie später selbst bewohnen möchte. Eine Kapitalanlegerfinanzierung dagegen kommt dann in Frage, wenn der Käufer beziehungsweise Bauherr der Immobilie diese nicht selbst bewohnen möchte, sondern sie beispielsweise vermieten oder verpachten will. Für beide Modelle gibt es völlig unterschiedliche Baufinanzierungen, die wiederum flexibel auf die Voraussetzungen und Bedürfnisse des Darlehensnehmers zugeschnitten werden können.

Die Kapitalanlegerfinanzierung darf übrigens nicht mit einer gewerblichen Baufinanzierung verwechselt werden. So ist es bei der gewerblichen Immobilienfinanzierung durchaus möglich, dass der Darlehensnehmer die Immobilie selbst bewohnt beziehungsweise sein Unternehmen dort unterbringt. Die Bezeichnung „gewerblich“ bezieht sich hierbei vor allem darauf, dass die Immobilie zu einem Betriebsvermögen gehört beziehungsweise aus diesem finanziert wird, also nicht von privat.

Für eine gewerbliche Baufinanzierung gelten noch einmal ganz andere, eigene Regeln, auf die wir im Rahmen dieses Ratgebers nicht näher eingehen können. Unsere Themen sollen vor allem die Baufinanzierung für Eigennutzer oder auch für Kapitalanleger sein. Dazu möchten wir Ihnen die wichtigsten Ratschläge, Tipps und Tricks an die Hand geben, damit Sie Ihren Immobilientraum möglichst schnell und reibungslos und ohne böses Erwachen verwirklichen können.