Finanzielle Ist-Situation

Finanzielle Ist-Situation ermitteln

Warum soll ich mir eigentlich darüber Gedanken machen, wie meine momentane finanzielle Situation aussieht? Das werden sich viele Anleger fragen. Schließlich weiß doch jeder, wie viel Geld er im Monat zur Verfügung hat, beziehungsweise wie viel er davon ohne Probleme zur Seite legen kann.

Kennen Sie wirklich wie Ihre finanzielle Ist-Situation?

Untersuchungen haben gezeigt, dass nur die wenigsten Menschen ihre persönliche finanzielle Situation wirklich ganz genau kennen. Es ist erschreckend: Die meisten Menschen wissen nur ganz grob, wie viel Kapital ihnen monatlich zur Verfügung bleibt. Viele von ihnen leben seit Monaten oder gar Jahren über ihre finanziellen Verhältnisse und wundern sich irgendwann, warum kein Kapital zum Investieren übrig bleibt oder warum sie sogar immer wieder neue Schulden machen müssen.

 

Wie man sieht, ist es immens wichtig, zunächst die eigene Ist-Situation ganz genau zu erkunden, bevor man sein primäres Anlageziel festlegt und daraufhin eine Anlagestrategie ausarbeiten kann. In eine solche Analyse sollte unbedingt etwas Arbeit investiert werden. Es reicht nicht aus, einfach nur abzuschätzen, dass man beispielsweise im Monat 500 Euro auf die Seite legen und für ein Investment nutzen kann. Vielmehr sollte man die persönlichen Einnahmen und Ausgaben einmal ganz genau aufschreiben und einander gegenüberstellen. Achten Sie unbedingt darauf, dabei keine Kostenposition zu vergessen. Die meisten Menschen haben keine Probleme, ihr monatliches Nettoeinkommen aufzuschreiben, sie tun sich auf der anderen Seite aber sehr schwer, alle Ausgaben in einer solchen Aufstellung zu berücksichtigen. So gilt es beispielsweise, jede einzelne Versicherungen aufzuführen, weiterhin die Miete, Nebenkosten, alle Ausgaben für den Lebensunterhalt und so weiter. Darüber hinaus sollte immer ein kleines finanzielles Polster für unvorhergesehene Ausgaben mit einkalkuliert werden.

Alles, was nun auf dem Papier noch übrig bleibt, kann zum Aufbau von Vermögen verwendet werden. Doch Vorsicht: Manche Menschen vergessen in einer solchen Aufstellung Kostenpositionen, die beispielsweise nur einmal im Jahr fällig werden. Wenn Sie zum Beispiel Heizöl für den Winter kaufen müssen, kann dies einmal im Jahr mit sehr hohen Kosten zu Buche schlagen. Auch diese Kosten müssen in der persönlichen Einnahmen- und Ausgabenaufstellung unbedingt berücksichtigt werden.

 

Hat sich nun glasklar herausgestellt wie Ihre finanzielle Ist-Situation ausfällt und wie viel Kapital zum Investieren übrig bleibt, können alle weitere Schritte in Angriff genommen werden.