Indikatoren-Strategie

Wer schon einmal an der Börse gehandelt oder sich zumindest mit diesem Thema beschäftigt hat, dem dürfte der Begriff Indikatoren nicht mehr fremd als sein. Es handelt sich dabei um speziell aufbereitete Signale, die zum Kauf beziehungsweise Verkauf einer Kapitalanlage raten, beziehungsweise darauf hindeuten. Diese Signale werden bei der Indikatoren-Strategie genutzt. Um solche Signale zu generieren, werden sehr komplizierte Analyse- und Berechnungsmethoden angewendet, die wir Ihnen als Privatanleger an dieser Stelle gerne ersparen möchten.

Wie kann ein solcher Indikator im Rahmen der Strategie aussehen?

Ein ganz einfaches Beispiel: Für den Kursverlauf von Aktien werden in regelmäßigen Abständen Durchschnittswerte berechnet die für die Indikatoren-Strategie genutzt werden. Einer davon ist der so genannte gleitende Durchschnitt. An ihm sieht man, wie sich die Aktie innerhalb eines bestimmten Beobachtungszeitraums insgesamt entwickelt hat. Ein solcher gleitender Durchschnitt kann daher gleichzeitig auch als Indikator dienen und eine Aussage darüber treffen, ob es zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist, das entsprechende Wertpapier zu kaufen beziehungsweise zu verkaufen.

 

Eine Gefahr besteht hinsichtlich der Indikatoren allerdings darin, dass deren Richtigkeit keineswegs garantiert ist. So zum Beispiel beim Thema Wirtschaftsnachrichten. Oftmals erweisen sich Meldungen, aufgrund derer Anleger ihre Handelsentscheidungen treffen, im Nachhinein als falsch beziehungsweise viel weniger dramatisch, als es zunächst den Anschein hatte. Es gilt daher der grundlegende Tipp: Wer die Indikatoren-Strategie verfolgt, sollte in seine Handelsentscheidungen unbedingt so viele verschiedene Indikatoren wie möglich mit einbeziehen. Das Risiko, einem falschen Indikatoren aufzusitzen, verringert sich mit der Anzahl der unterschiedlichen Indikatoren, die man berücksichtigt.

 

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass wir Indikatoren und Signale als gleichwertig ansehen. Taucht man jedoch etwas tiefer in die Materie ein, so wird deutlich, dass es sich dabei durchaus um ganz unterschiedliche Ausprägungen handeln kann. So resultieren Signale meist aus Nachrichten aus der Wirtschaft, der Politik oder auch der Gesellschaft, während Indikatoren in der Regel durch mathematische Berechnungsmethoden erstellt werden. Dennoch gelten die hier dargestellten Tipps sowohl für Signale als auch für Indikatoren.