Den Fachbegriff Daytrading haben sicherlich viele Anleger schon einmal gehört, schließlich bildete er eines der Modewörter der achtziger und neunziger Jahre. Damals gehörte Daytrading quasi zum guten Ton und jeder, der etwas auf sich hielt, wollte unter die Daytrader gehen.

 

Doch worum handelt es sich genau bei der Strategie Daytrading?

Im Grunde genommen ist Daytrading das genaue Gegenteil der erläuterten Buy-and-Hold Strategie. Während bei dieser auf langfristige Investitionen gesetzt werden und der Anleger die erworbenen Werte entsprechend lange hält, investiert der Anleger beim Daytrading sein Kapital, wie der Name bereits andeutet, längstens für einen Tag. Das bedeutet: alle offenen Positionen müssen am Ende des Handelstages geschlossen werden – auch die, bei denen der Anleger offensichtlich Verluste einfährt.

Grundgedanke des Daytradings ist, die kurzfristigen Schwankungen eines Tages an den internationalen Finanzmärkten so gut wie möglich auszunutzen. Und in der Tat haben einige Investoren mit Daytrading in der Vergangenheit große Gewinne einfahren können, viele mussten aber auch herbe Verluste, teilweise ihres gesamten Kapitals, hinnehmen.

 

Daran erkennt man, Daytrading eignet sich grundsätzlich nur für besonders risikobereite Anleger, die in kürzest möglicher Zeit die höchsten Gewinne einfahren möchten. Man muss dabei jedoch auch immer mit einem Totalverlust seines Kapitals rechnen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, das Geschehen in der internationalen Politik, in der Gesellschaft und an den Finanzmärkten möglichst genau zu verfolgen, um seine Handelsentscheidungen schnellstmöglich treffen zu können. Das Daytrading erfordert also sehr viel Zeit und Arbeitsaufwand und eignet sich somit auf keinen Fall für Anleger, die das Ganze als Hobby neben ihrem eigentlichen Beruf sehen.