Steuert Spanien mit Vollgas in die Pleite?

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Steuert Spanien mit Vollgas in die Pleite?

Category : News

Finanzexperten, welche die finanzielle Lage Spaniens genau unter die Lupe genommen haben, kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass nach derzeitigem Stand der Dinge ein drohender Staatsbankrott noch lange nicht abgewendet sei. Unter dem Motto „Wir sind pleite, die EU wird uns retten“, welches schon 2012 durch aller Spanier Munde ging, ist das Vertrauen in die Banken, in die Wirtschaft, in die Politik und in die Zukunft des Landes, schwer ramponiert.

 

Alle Banken sind gerettet aber der Staat ist pleite… Diese fiktive Schlagzeile über Spanien könnte in absehbarer Zeit die Welt umrunden. Spanien galt vor nicht allzu langer Zeit noch als einer der gefährlichsten Krisenherde Europa. Internationale Investoren haben jetzt ein Auge auf Spanien geworfen, suchen nach Schnäppchen auf dem Immobilienmarkt. Die Risiken der Wirtschaftsschwäche in Spanien soll die Aussicht auf hohe Renditen aufwiegen. Während Spanien eine Schuldenorgie ohne Beispiel erlebt, verheimlichen die Regierung und Notenbank den wahren Zustand des spanischen Bankensystems. Wachstum auf Pump? Am Ende könnten für den Staat nur Schulden bleiben.

 

Spanien hat zwar Ende 2013 nach 2 Jahren den Euro-Rettungsschirm verlassen und ist im ersten Quartal 2014 so stark gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr, doch ist seitdem die Beschäftigung in Spanien nicht merklich gestiegen. Die spanische Arbeitslosenquote ist immer noch, nach Griechenland, die zweithöchste im EU-Gebiet.

Weil die EU-Zone positive Wachstumsnachrichten braucht, verkündet der Ministerpräsident Mariano Rajoy, dass sich die Wirtschaft in Spanien schneller erholen wird, als angenommen. Die Banken in Spanien sind schwer angeschlagen und eine große Gefahr für den Staat und ganz Europa. Die Geldinstitute haben offiziell von der spanischen Regierung mehr als 100 Milliarden Euro Kredite in Form von Transfers und Garantien erhalten. Dies sind zirka 10 Prozent der gesamten spanischen Wirtschaftsleistung.

Spanien steckt immer noch in einer dreifachen Krise: wirtschaftlich, sozial und moralisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass weitere geldpolitische Maßnahmen, mit denen sich die Europäische Zentralbank gegen die Gefahren eines weiteren Verfalls der Preise im Währungsgebiet stemmen könnte, ist damit laut Experten gestiegen.

 

Die meisten spanischen Bürger sehen ihr Land als Hochburg der Korruption, die Repräsentanten der traditionellen Parteien werden als wenig seriös angesehen. In der bevorstehenden Europawahl wird es wohl eine überraschende Wende geben. Während sich die kleinen Parteien im linken wie rechten Spektrum im Aufwind befinden, sind die etablierten Parteien im Volke nicht gut angesehen.


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