Serie geheimnisvoller Todesfälle unter Bänkern

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Serie geheimnisvoller Todesfälle unter Bänkern

Category : News

Eine Welle von unerklärlichen Todesfällen unter hochrangigen Mitarbeitern von Großbanken hat seit Ende 2013 die Welt erschüttert.

 

Ein deutscher Praktikant, der bei einer britischen Investmentbank nächtelang durchgearbeitet haben soll, ist im August 2013 gestorben. Nachdem der junge Mann unter der Dusche zusammengebrochen war, gab dieser erste Fall Rätsel auf und schockierte vorerst nur die britische Finanzindustrie. Die Serie von unfassbaren Todesfällen ging aber weiter: Am 26. Januar 2014 wurde der frühere hochrangige Manager der Deutschen Bank William Broeksmit im Alter von 58 Jahren in seinem Privathaus im Londoner Ortsteil South Kensington erhängt aufgefunden. Bereits am nächsten Tag kam es zum Auffinden des toten Karl Slym im vierten Stock des Hotels Shangri-La in Bangkok, der bis dahin als geschäftsführender Direktor die Geschicke von Tata Motors leitete.

Auch Gabriel Magee, der hochrangige JPMorgan-Mitarbeiter, stürzte sich im Alter von 39 Jahren am 27. Januar vom Dach der Europa-Zentrale der JPMorgan in London. Kurz darauf wurde Mike Dueker, der Chef-Ökonom einer amerikanischen Investmentbank, im Alter von 50 Jahren überraschenderweise tot in der Nähe einer Brücke im Bundesstaat Washington aufgefunden.

 

Die Serie mysteriöser Todesfälle ging mit Richard Talley (57) weiter. Der Unternehmensgründer von American Title Services in Centennial im US-Bundesstaat Colorado wurde ebenfalls tot aufgefunden. Die Untersuchungen ergaben, dass sich Talley vermutlich mit einem Druckluftnagler erschossen hatte. Der Kommunikationsdirektor der Rückversicherungsgesellschaft Swiss Re, Tim Dickenson, starb ebenfalls im Januar 2014, wobei die Umstände seines Todes bis heute nicht geklärt sind.

Auch der 37-jährige Ryan Henry Crane, ein junger Manager starb vor einigen Wochen angeblich durch Selbstmord. Außer einem kleinen Nachruf in der Stamford Daily Voice wurde nichts über die Todesursache publik.
JPMorgan wurde von einem weiteren mysteriösen Todesfall überrascht, als Li Junjie im Alter von 33 Jahren kürzlich vom Dach der JPMorgan Zentrale in Hongkong sprang. Am 19. Februar 2014 wurde in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona der erfolgverwöhnte Geschäftsmann James Stuart jun., tot aufgefunden. Damit hat sich die Zahl der bekannt gewordenen Todesfälle unter Bankern in diesem Jahr auf 9 erhöht.

Mit Nummer 10, einem Fall aus China, scheint die rätselhafte Todesserie unter Bankern aber weiterzugehen: Diese Woche starb der Leiter der chinesischen Bankenaufsichtsbehörde CBRC, Li Jianhua, im Alter von knapp 49 Jahren an den Auswirkungen eines „plötzlichen Herzinfarkts“.

Der Tod von zahlreichen Bänkern gibt zu denken. Stehen die Banken und Finanzinstitute wirklich vor einem so riesigen Abgrund, dass vielen Mitarbeitern nur noch der Freitod bleibt? Alles Zufall?

Auch wenn die ermittelnden Behörden eine Fremdeinwirkung ausschließen, geben diese Selbsttötungen doch Anlass zur Sorge. Geht es den Bankangestellten in höherer Position so schlecht oder können Sie ihre Arbeit nicht mehr mit dem Gewissen vereinbaren? Wenn auch öffentlich als Erklärung die Überlastung der Mitarbeitern der Geldinstitute propagiert wird, so klingt das bei dieser Häufung von Suizidfällen nicht überzeugend. Nach dieser These müssten mehr Putzfrauen sterben.

Fünf Banker starben innerhalb von 2 Wochen im Februar, gestern wurde bekannt, dass Autumn Radtke, die Chefin der virtuellen Bitcoin-Börse First Meta in Singapur ebenfalls den Freitod wählte. Flüchtete sie, weil die führende Handelsplattform für die geheimnisumwitterte Cyber-Währung zusammengebrochen war (wir berichteten darüber) und Bitcoins im Wert von fast 400 Millionen Euro einfach verschwunden sind, in den Freitod?

Wie die Vergangenheit zeigte, ist auch diese Währung nicht sicher, denn Designfehler in Bitcoin oder Softwarefehler in verbreiteten Client-Implementationen haben wiederholt zum vorübergehenden Ausfall oder zum Zusammenbruch des ganzen Systems geführt. Wie vor wenigen Tagen aus Kanada bekannt wurde, ist auch dort die BitcoinBörse Flexcoin durch Cyberattacken um fast 450.000 Euro erleichtert worden.

Jetzt könnte man orakeln, dass der nächste Freitod eines führenden Bankmanagers bald folgt. Zumindest ist es eine recht seltsame Häufung von Zufällen, dass sich innerhalb kürzester Zeit so viele Bank-Manager von der Bühne des Geldes verabschieden. So schlecht und trüb war der Winter doch gar nicht, dass man von der Winterdepression sprechen könnte, oder?

 

Das Jahr 2014 wird wohl für die internationale Finanzbranche nicht zu einem Erfolgsjahr werden. Weitreichende Manipulationen im globalen Devisenhandel, schwächelndes Investmentbanking und riskante Wertpapiere sorgen für Wirbel, laufende Ermittlungen werden zur Tagesordnung gehören. So groß wie die Anteilnahme an den persönlichen Schicksalen wird auch das Medieninteresse sein.


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